BEIDE SERIEN HALTEN

VfR Bad Lobenstein - SG Traktor Teichel 1:1 (1:1)


 
Safety first - Sicherheit zuerst - war im Aufeinandertreffen des VfR Bad Lobenstein gegen die Traktoristen aus Teichel für beide oberste Dienstaufgabe. So halten mit dem unspektakulären Remis beide Ungeschlagen-Serien, die Koseltaler zu Hause, Teichel auswärts.
 
Die 130 Zuschauer warteten vergeblich auf ein Feuerwerk, was der Zweite und der Dritte der Tabelle im Spitzenspiel dieses 12. Spieltages durchaus hätten abbrennen können. Statt dessen musste für die Erwärmung der Glühweinstand herhalten, der dann auch frühzeitig "Ausverkauft" vermelden musste.
 
Das dies aber nur am tristen November-Grau des Tages lag, ist wenig wahrscheinlich, denn beide Mannschaften verfügen mit nun jeweils 16 Gegentoren neben Zeulenroda über die besten Abwehrreihen. Und diese ließen ihren Gegenspielern kaum Entfaltungsmöglichkeiten. So ist es schon bezeichnend, das die erste Großchance im Spiel nach 25 Minuten (!) nicht herausgespielt, sondern dem Zufall geschuldet war. Martin Wirths Pass traf einen eigenen Mitspieler, von ihm prallte der Ball vor die Füße von Christian Stark, der wohl selbst überrascht war und die Kugel von der Strafraumgrenze über das VfR Tor drosch. Schlitzohrig probierte es auf der Gegenseite Sebastian Mai, der einen lang erwarteten Freistoß einfach auf das kurze Eck zimmerte, Erik Rößler aber noch den Einschlag verhindern konnte (29.). Ein Flattergeschoß von Sebastian Schröder aus gut 30 Metern brachte auf der Gegenseite ebenso Gefahr (37.), aber keinen Erfolg. Der stellte sich ein, weil der VfR bei Dribblings der Gäste kaum einen Zugriff bekam, Martin Müller-Sachs angespielt wurde und der mit der Führung den Bremslöser gab (39.).
 
Plötzlich funkte es auch bei den Hausherren. Oliver Hölzel legte den Ball mit einem "Schnippler" fast ins Tor, Teichels Kapitän Rene Kirsten kratzte die Kugel aber noch von der Linie (42.). So war es wieder einmal die Aufgabe von Sebastian Mai, für Jubel zu sorgen. Ein Freistoß der Marke "Tor des Monats" zimmerte er aus zentraler Position genau in den Torwinkel, Rößlers Flugshow sah gut aus, aber nutzlos (45.). Doch das kurze Flackern der letzten Minuten der ersten Hälfte erlosch nach dem Wechsel so schnell, wie es gekommen war. Zwar war die Begegnung nun um einiges schneller, für die Chancenaufzählung reichen aber weiterhin die fünf Finger einer Hand. Dabei hatte aber VfR Keeper Richie Steinbach mehr zu tun, als sein Gegenüber. Er vereitelte eine Doppelchance von Christian Stark (68.) im großen Stil und faustete den Kopfball von Carl Kaldeborn (86.) über die Querlatte. Da auch Mai auf der Gegenseite keinen Druck hinter seinen Abschluß bekam (82.) und Oliver Hölzel das Tor an ganz anderer Stelle vermutete (90.+2), blieb
es beim leistungsgerechten Unentschieden. Einen Sieg hatte sich auch keine Mannschaft verdient.
 


( 6) Schiedsrichter Wolfgang Gäbler (Erfurt), der mit der umkämpften, aber fairen Partie keine Probleme hatte,
stellt die Teicheler Mauer auf richtige Entfernung ein. Martin Wirth steht zum Freistoß bereit.

 


Alles im Blick hatte am Samstag Martin Wirth (2.v.l.) mit seinen Nebenleuten Niko Schröder (links) und
Marcus Richter (Nr.9). Sie bremsten die Offensivbemühungen der Teicheler Mannschaft frühzeitig und wirkungsvoll.


 
Text / Foto :
bsn
Bernd Schneider

   
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