VfR Bad Lobenstein - TSV Bad Blankenburg 2:0 (2:0)

 
Wie schwer Kellerkinder zu bespielen sind, musste der VfR Bad Lobenstein am Samstag erneut gegen den TSV Bad Blankenburg erfahren. Zwar reichte es am Ende zu einem ungefährdeten 2:0 Sieg, doch irgendwie schwangen auch immer die Erinnerung der beiden Unentschieden gegen die Hainberg-Kicker aus den Vorjahren im Hintergrund mit.
 
"Die zweite Halbzeit war eine einzige Grotte, überhaupt nicht unser Anspruch" entfloh dem VfR-Trainer Heiko Becker nach dem Spiel. "Zauberhafter Rasen, bestes Wettes und eine tolle Kulisse, da muss doch Fußball Spaß machen" murmelte es noch und hatte schon die Hoffnung auf eine andere Körpersprache für das Derby am Mittwoch gegen Schleiz.
 
Der TSV Bad Blankenburg verkaufte das Spiel im Oberland dagegen als Charaktertest nach sechs Niederlagen in Folge, mehr kann wohl Trainer Mike Streichardt angesichts von nun 9 Punkten Rückstand auf das rettende Ufer auch nicht mehr aus der Mannschaft herauskitzeln. Nach 90 Minuten Koseltal muss man aber seiner Mannschaft bescheinigen, diesen Test bestanden zu haben, auch wenn das wohl der Abschied aus der Landesklasse war.
 
Die Hausherren begannen die Begegnung mit Elan. So dauerte es auch nur bis in die 12. Minute, bis der Bann der 0:0 Spiele gegen den TSV im heimschen Koseltal gebrochen war. Markus Baer konnte sich über die linke Seite mit einer schnellen Drehung den Platz verschaffen, um zentral seinen A-Junioren Kapitän Tim Gössinger zu bedienen. Auch er nutzte seinen Platz und erzielte die frühe Führung (12.). Auch die nächsten Aktionen hatten es in sich. So scheiterte Oliver Hölzel, der frei auf Sebastian Streichardt zulief, an dessen Fußabwehr (15.). Zwei Minuten später lag der Ball aber wieder im TSV Gehäuse, nur hatte Sebastian Mai mit seinem Zuspiel Hölzel zuvor ins Abseits geschickt. Die klarste Chance zum nächsten Treffer besaß Sebastian Mai vom Strafstoßpunkt. Nach dem Foul an Janek Köcher schoß aber Mai das Leder nur halbherzig in Richtung Streichardt, der keine Mühe hatte, den Elfmeter zu halten (38.). Wie es besser geht, demonstrierte gleich danach erneut Tim Gössinger, der nicht nur seine ersten Männertore schoß, sondern gleich ein "Doppelpacker" wurde (41.).
 
Leider verflachte die Begegnung in der 2. Halbzeit. Der VfR leistete sich zunehmend Fehler im Aufbauspiel, die nun die Gäste immer wieder leicht in Ballbesitz brachten. Doch nicht ganz umsonst steht der TSV dort, wo sie stehen - im Tabellenkeller. Wenn auch manchmal in höchster Not, konnte doch die VfR -Abwehr dann immer wieder die Fehler ausmerzen, die Gäste selbst nur noch einmal Richie Steinbach zu einer Rettungstat zwingen, als er ein Geschoß von Andreas Stauche parierte (89.). Da auch der VfR mit seinen
wenigen ansehenswerten Offensivaktionen ( Wirth /55. - Linke /84. - Hölzel / 88. ) schludrig umging, blieb es bei einem Arbeitssieg, über den nach Spielschluß schon keiner mehr sprach. Zu sehr elektrisiert schon jetzt das Oberland-Derby am Mittwoch - Abend.
 

 

Text + Bild: Bernd Schneider

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