Landesklasse - Staffel 1

SV Jena-Zwätzen - VfR Bad Lobenstein 1:4 (1:0)


 
Mit einer in der zweiten Halbzeit erheblichen Leistungssteigerung gewann der VfR Bad Lobenstein in Jenas Norden am Ende ein Spiel, was lange auf Messers Schneide stand. Mit einer Direktabnahme ballerte dabei Sebastian Mai das Leder volley in den Zwätzener Kasten, das man schon um das Tornetz fürchten musste und brachte seine Elf damit auf die Siegerstraße.
 
Nun ist es ja keinesfalls so, dass die Koseltaler zum Spazieren gehen nach Zwätzen fahren. Erst ein einziges Mal (2015) konnten die Becker-Schützlinge von der Brückenstraße Zählbares mitnehmen, in der Bilanz beider Mannschaften führt nach diesem Samstag auch weiterhin der SV Jena-Zwätzen mit 5 : 4 Siegen. Zwätzens Trainer Daniel Sander hatte seine Bianconeri auch darauf eingestellt, dass der 9. Heimsieg eingefahren werden sollte. So war es auch nicht der Respekt, die die Gastgeber vor dem Tabellen-Zweiten hatten, in dem sie sich an die Mittellinie zurück zogen und den VfR anlaufen ließen. Es war Taktik, denn Ballverluste führten zu überfallartigen Kontern, die den Koseltalern doch einige Mühe bereiteten. Nachdem in der 8. Minute die Gäste einen ersten Überfall abwehren konnten, traf Felix Hentrich aus rund 30 Metern (17.) zur Zwätzener Führung. Den nächsten Ausritt, von Georg Schmidt vorgetragen, konnte Daniel Dittmar in höchster Not noch vereiteln (31.). Dazwischen lag ein spitzbübiger Freistoß an der Strafraumkante, den Erik Tauch ganz knapp über die Querlatte bugsierte (25.). Aktionen des VfR in Richtung Tor von Patrick Tuche, der den verletzten Ron Thaler gut vertrat, waren Mangelware. Ein Abschluß von Maik Rzoska (32.) und ein Wirth-Freistoß (42.), beide Male von Tuche pariert, war noch das Gefährlichste vor der Pause.
 
Mit Wiederanpfiff stand plötzlich ein ganz anderer VfR auf dem Platz an der Brückenstraße. Nun wurde auch flach und schnell der Nebenmann angespielt, es wurde im Mittelfeld zum Ballgewinn gepresst und die Breite des Platzes genutzt. Der Ausgleich fiel jedoch nach einem Freistoß. Sebastian Mai flankte das Leder in Richtung langer Pfosten, Daniel Dittmar wurde von Hentrich noch gestoßen, der Ball flog aber ins Netz (49.). Dann kam der Auftritt von Sebastian Mai. Zunächst drehte er mit seinem "Pfund" Mumm das Ergebnis (61.), dann schaufelte er bei dem Konter die Zaubervorlage von David Linke über den heraus eilenden Tuche ins leere Tor (76.). Markus Baer durfte wenig später (79.) den Deckel auf ein Spiel machen, welches zumindest auf Koseltaler-Seite noch lange in Erinnerung bleiben wird.
 


 
Sebastian Mais "Pfund" hat einegschlagen und er schreit die pure Freude nach dem herrlichen Treffer heraus.


 
 
Text/ Foto :
Bernd Schneider


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