SV Germania Ilmenau - VfR Bad Lobenstein 1:3 (0:3)


Mit einem lupenreinen Hattrick binnen einer Viertelstunde veredelte Tim Gössinger eine Spitzenvorstellung seiner Koseltaler in Ilmenau und beanwortete damit die Frage nach dem Sieger schon zum Pausenpfiff.  30 Jahre nach dem verlorenen Aufstiegsspiel zur DDR - Liga auf dem Hammergrundrasen der "goldenen Generation" gelang im Spiel zwei damit das Jubiläumsgechenk.  VfR Trainer Heiko Becker hatte sich seinen Plan zurecht gelegt, denn neben Sebastian Mai fehlte auch Oliver Hölzel, der seine 5. gelbe Karte absaß. So blieb vom Galasturm nur David Linke als Alleinunterhalter übrig. Alleinunterhalter ? Mitnichten !  Der VfR hat überagende A-Junioren, die schonend heran geführt wurden und nun für Freude und Zukunft sorgen. So war neben Markus Baer auch Tim Gössinger in der Startelf und ihn bekam die Germania-Abwehr überhaupt nicht in den Griff. Quirrlig und spitzbübig verschaffte er sich immer wieder den Raum, um vor dem überforderten Reimann, vor Mba Kuitche oder Finn die Zuspiele verwerten zu können. So flog er mit dem Kopf in eine Flanke von Janek Köcher (14.) und drückte die Zuspiele von David Linke, einmal gefühlvoll (16.), einmal mit Schmackes (29.) ins Germania Tor. Und wäre Dominik Bradsch kein guter Keeper, hätten es auch fünf und sechs Tore sein können, denn Gössinger blieb zumindest bei zwei Hundertprozentigen an ihm hängen. Seitens der Hausherren war in diesem ersten Spielabschnitt kaum etwas zu sehen. Zwar tauchte Marc Fernando einmal vor Richie Steinbach auf  (12.), der VfR Schlußmann war aber rechtzeitig  aus dem Kasten. Und Fernandos Zuspiel zu Christopher Thurau schoß dieser knapp über das Quergebälk (43.).
 
Nach dem Seitenwechsel sahen die nur 60 Zuschauer aber bissigere Hausherren. Martin Wirth musste gleich den Drang von Fernando bremsen (46.), die anschließende Ecke köpfte Marcus Finn am Tor vorbei (47.). Dann fliel "Fuchs" Fernando im Strafraum gegen Daniel Dittmar um, den Schiedsrichter Wolfgang Gäbler (Erfurt) interessierte nur der Ort der Tat, nicht die Tat selbst. Dittmar hatte Fenando nicht einmal getroffen. Aber, im dritten Spiel in Folge bekam die Germania ihren Foulelfmeter gegen den VfR. Thurau nahm sich das Geschenk (52.). Doch der VfR ließ bis zum Ende nichts mehr Entscheidendes zu. Die Abwehr verrichtete die ihr zugewiesene Arbeit, hatte auch etwas Glück, dass Sebastian Tens mit der Hacke den Schuss von Thurau noch an den Pfosten lenken konnte (80.) und mehr als einmal beiderseits, die Abseitsfahnen in die Höhe gerissen wurden. Nun fehlt noch ein einziges Pünktchen, um den Vize - Meister feiern zu können. Auch dieser soll veredelt werden, mit einem Sieg !
 


Mann des Tages beim VfR war A-Junioren Kapitän Tim Gössinger, der hier den Ball vor Ilmenaus Felix Kempf behauptet.
Sein Hattrick legte den Grundstein zum ersten Sieg einer Lobensteiner Mannschaft auf dem Rasen des Hammergrundes.


 
Text/Bild :
bsn
Bernd Schneider

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