MANCHMAL BRAUCHT ES EINEN HELLEN KOPF

SV Jena-Zwätzen - VfR Bad Lobenstein 0:1 (0:0)


Mit dem auf Schalke gern verwendeten Synomym der Maloche war man nach den gespielten 90 Minuten an der Jenaer Brückenstraße ganz nah an der Beschreibung des Spielablauf. Die Schwerstarbeit überstanden dabei die Gäste aus dem Koseltal besser und gewannen verdient mit dem knappsten aller Ergebnisse.
 
Dabei offenbarte sich wieder einmal, dass ein Wechsel von Kunst- auf einen Rasenplatz alles andere als leicht zu vollziehen ist. Auch wenn sich das Team um Jenas  Sportdirektor Marco Barich alle Mühe gaben, einen gut präparierten Platz anzubieten, die (noch) vielen Unebenheiten ließen ein flottes Spielchen nicht zu. Bälle versprangen, kamen nicht an, wo sie hin sollten, auch viele Zweikämpfe wurden durch den tiefen Boden eine Attacke. Jedoch mussten beide Mannschaften mit dem Bodenbelag bei wiederum besten Frühlingstemperaturen zurecht kommen. Dies tat der VfR jedoch besser, weil die Mannschaft schon versuchte, diese Partie spielerisch für sich zu entscheiden.
 
Doch aus der leichten Überlegenheit der ersten Hälfte sprangen nur drei klare Chancen heraus : Sebastian Mai (26.) und Markus Baer (33.) blieben bei ihren Riesen jedoch an Zwätzens Keeper Patrick Tuche hängen, das Glück des Tüchtigen hatte er oberdrein, als Sebastian Tens mit seinem Schuss nur den Pfosten traf (42.). Die Bemühungen der "Bianconeri" beschränkten sich auf lange Bälle auf ihre Außenpositionen, die aber für wesentlich weniger Gefahr sorgten.
 
"Die Passgenaugigkeit und die Schärfe erhöhen", war die unmissverständliche Forderung von Trainer Heiko Becker zur Pause, was sich bei dem Untergrund jedoch leichter sagte,
als es umgesetzt werden konnte. Markus Baer versuchte sich nach 52 Minuten aus der Drehung, Tuche erflog sich das Leder jedoch noch. Nach einem Eckball war es dann aber soweit. Der abgewehrte Ball wurde von Oliver Hölzel zurück erkämpft und erneut in die Strafraum geflankt, Felix Hentrich spitzelte den Ball beim Klärungsversuch auf den Kopf von Martin Wirth, der aus 2 Metern vor dem Kasten die Führung besorgte (54.).
 
Fast hätte es wenig später den Ausgleich gegeben, als Sören Engmann unbedrängt den freien Erik Tauch bedienen durfte, sein Kopfball jedoch meilenweit am Tor vorbei ging (61.). Der Rest des Spieles ging in Wechseln und vielen Zweikämpfen mit den dazu gehörigen Pausen und Freistößen eher unspektakulär zu Ende, wären da nicht noch die beiden Ampelkarten gegen die Hausherren gewesen (88./90.). Derer hätte es nicht bedurft, wenn etwas mehr Fingerspitzengefühl auf dem schweren Boden durch Schiedrichter Marius Matejka (Oppurg) gewaltet hätte. Denn es war kein unfaires, wohl ein umkämpftes Spiel mit einem glücklichen, hellen Kopf !

 


 

(14) Hinten und vorn die Bank für den VfR : Martin Wirth (Gelb) klärt hier gegen Cevin Czimmerings
und sorgte mit seinem Kopfball-Tor für den Arbeitssieg beim SV Jena-Zwätzen.


 
Text / Foto :
bsn
Bernd Schneider

   
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