NICHTS NEUES AUS KAHLA - ODER DOCH ?

BSG Chemie Kahla - VfR Bad Lobenstein 3:4 (1:1)


 
Die Kahlaer Mannschaft bleibt für den VfR Bad Lobenstein weiterhin der unangenehme Gegner, gegen den es immer mehr benötigt, als nur die Freude am Fußballspiel. Insofern war dieser vergangene Samstag die Fortführung der vorangegangenen Kampfspiele unter dem Dohlenstein mit einem knappen Sieg für die Koseltaler.
 
Und doch war dieses Mal vieles anders. Schon das Wetter erinnerte mehr an einen Frühlingstag im Mai als ein übliches tristes November-Grau. Der VfR wollte die sonst in Kahla immer verschlafenen Startphasen mit eigener Power entgegnen und eine schnelle Führung erzielen. Dies schien auch zu klappen, denn Sebastian Mai kam schnell in Schussposition, sein Schuss strich nur um Haaresbreite am Kahlaer Tor vorbei (5.). Auch ein folgender Freistoß von Martin Wirth lag gut, für ein Tor aber nicht gut genug (7.). Doch in die hochstehende Abwehr schickte Kahlas Kapitän Michael Hort Maxi Enkelmann auf die Reise, der über links ins rechte Eck traf (10.). Also, doch wie immer. Nur zog sich der VfR nun nicht zum Sammeln zurück, sondern wurde noch mutiger. Das Pressing begann schon in der Spitze bei Sebastian Mai und David Linke, die daraus resultierenden Fehler der Hausherren wurden so schnell eine Beute von Kevin Hammerschmidt, Oliver Hölzel oder Tim Gössinger. So blieben die Gelegenheiten auch nicht aus. Mai mit zu schwachen Abschluß (16.), Linke, der direkt verzieht (19.), ein Wirth-Kopfball, den Kahlas Keeper gerade noch um den Pfosten drehen kann (27.), Hölzel, der am Schlußmann hängen bleibt (29.) und erneut Linke, der am Querbalken scheitert (33.). All diese Möglichkeiten wären schon für Tore gut gewesen, doch erst nach 41 Minuten konnten die Koseltaler endlich jubeln. Gössingers Eingabe zimmerte Linke durch viele Beine hindurch zum mehr als verdienten Ausgleich. Als wenig später erneut Gössinger Mai bediente und
der Ball schon im Kasten einschlug, ging die Fahne hoch. Mai stand beim Abspiel nicht hinter, sondern vor dem Ball und somit im Abseits (44.).
 
Der VfR hatte aber Blut geleckt und wollte nach der Pause noch mehr. Allen voran Tim Gössinger, der seine Freiheiten über die rechte Außenbahn weidlich ausnutze und seinem Gegenüber Michael Winkler schwindlig spielte. Er lief ihn auf und davon, traf den Ball goldrichtig und schon wackelte das Netz wieder (54.). Gössinger vernaschte anschließend Winkler erneut, Linke brauchte bei seiner Eingabe nur den Schlappen zentral hoch zu nehmen und der VfR führte mit 3 : 1 (57.). Die Kahlaer Abwehr wirkte nun doch verunsichert, denn Mike Keilwerth nahm einen Rückpass mit der Hand auf, was einen indirekten Freistoß für die Gäste aus dem Koseltal brachte. Mai zimmerte das Leder aber nur an den Pfosten (70.). Als sich das Spiel dann so langsam zu beruhigen schien, kam der "Hallo-Wach" Ruf durch Benjamin Bahners Anschlußtor per Kopf (75.). Nun musste der VfR noch einmal zucken und tat dies durch Oliver Hölzel. Wieder spielte Kahla einen Sicherheitsrückpass, der zu verhungern drohte. Hölzel stürzte hinterher, Keilwerth aus dem Kasten und er verlor den fußballerischen Zweikampf. Hölzel durfte nun allein mit Ball am Fuß zum vierten Tor spazieren (81.). Nun war doch die Messe gelesen. Woanders schon, aber nicht in Kahla ! Denn Danny Reuther traf aus der Drehung zum erneuten Anschluß (87.). Nun rannten die Hausherren gegen das VfR Tor an, brachten aber lediglich noch einen Kopfball (91.) durch Bahner zu stande. So hat sich dieses Mal der Aufwand mehr als gelohnt, denn sonst wäre ja auch alles wie immer gewesen, und das im November-Frühling.

 


 

David Linke spiel mit dem Kahlaer Keeper Mike Keilwerth Katz und Maus. Keilwerth Ausflug konnte der
VfR in dieser Situation jedoch nicht zu Torerfolg nutzen, Linke traf dennoch zwei Mal für die Koseltaler.

 


 
Tim Gössinger auf dem Weg zur 2:1 für seinen VfR. Michael Winkler kann ihm nicht mehr folgen und
 musste mit zusehen, wie der Ball einschlug.     

 


 
Oliver Hölzel bringt den Ball am herauslaufenden Mike Keilwerth vorbei. Danach war es vor den
VfR Stürmer ein Leichtes, den Ball im Kasten unter zu bringen.


 
Text / Fotos :
bsn
Bernd Schneider

   
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