ERST AM ENDE WAR ALLES GUT

SV Roschütz - VfR Bad Lobenstein 1:4 (1:1)


Die Koseltaler wurden im letzten Jahresspiel 2018 beim Neuling in Gera-Roschütz erst spät ihrer Favoritenrolle gerecht und können nun beruhigt auf Platz 3 in die Winterpause gehen.  Dass vor dem "Feste feiern" feste Arbeiten steht, war allen am Samstag beim Gastspiel in der Brahmetal-Arena eingesetzten Spielern des VfR schon im Vorfeld klar. "Hier bekommst du keine Ruhe, musst immer wach sein" mahnte Trainer Heiko Becker seine Mannschaft auch aus den Erfahrungen der letzten Begegnungen 2014 und 2015.  Wie recht er damit hatte. zeigte sich gleich mit dem Anpfiff. Ein schlafmützig verlorener Ball brachte Stefan Tilke in Schussposition, Richie Steinbach hatte aber ausgeschlafen und musste gleich klären (2.). Auch Rocco Hoffmanns Schuss (7.) hätte gepasst, nur Steinbach war wieder da. So besannen sich die Koseltaler auf die Devise, wonach Angriff die beste Verteidigung ist und zündeten über Markus Baer den Turbo. Loris Machold konnte den Schuss nur nach vorn abklatschen lassen, wo David Linke goldrichtig stand und die Führung erzielte (13.). Doch dies störte die Hausherren wenig und sie blieben ihrer Marschrichtung treu. Ackern am Mann, die zweiten Bälle holen, Pressen schon in der Spitze und schnelles Umschalten. Zweimal legte Daniel Gehrt quer zu den freien Hoffmann, beide Male verfehlte er den Kasten (19/30.). Nach 32 Minuten hatte das Roschützer Anklopfen dann Erfolg, Robert Großer beförderte einen ebenso zu kurz abgewehrten Ball über die Linie. Als Gehrt erneut frei zum Abschluß kam, fehlten nur Zentimeter an der Roschützer Führung (39.).
 
So richtete sich die Trainerkritik zur Pause auch an den fehlenden Körpereinsatz, denn spielerisch war dieses Duell nicht zu gewinnen. Intensiv ging es auch nach dem Wechsel weiter und dennoch brauchte es nicht die brachiale Gewalt, sondern ein feines Füsschen, die erneute Führung zu erzielen. Sebastian Mai flankte in den Strafraum, wo sich Viktor Ernst löste und in den Ball schnippte. Machold konnte nicht mehr reagieren, der Ball schlug am kurzen Pfosten ein (64.). Doch den Roschützern ging nach dem erneuten Rückstand die Puste immer noch nicht aus. Die Schachtschabel-Elf wühlte weiter, hatte erneut durch Gehrt zwei Riesen. Erst entzauberte Steinbach mit einem Riesen-Reflex seinen Kopfball (70.), dann kam der Foulpfiff, als er eine Ecke einköpfte. Steinbach war beim Klärungsversuch unterlaufen worden (72.). Die Koseltaler ihrerseits versuchten nun mit langen Bällen sich aus dem permanten Anlaufen zu befreien, den Gastgebern lief die Zeit davon. In der Schlußminute kam einer dieser Bälle genau bei Sebastian Mai an, der sich im eins gegen eins gegen Machold durchsetzte und mit dem 1 : 3 (90.) die Entscheidung erzwang. Doch dies war noch nicht der Endstand. In der Nachspielzeit köpfte Martin Wirth eine Mai-Ecke noch unbedrängt in die Maschen (90.+2). Nun darf im Koseltal der Baum vor Freude leuchten.
 

 



Daniel Gehrt (vorn) war immer für Gefahrenmomente bei den Roschützern zuständig.
VfR Kapitän Sebastian Tens (re.) war aber zumeist an seiner Seite und konnte vieles bremsen.
 

 


(13) Markus Baer (Nr.7) arbeitet an der Führung. Seinen Drehschuss konnte Machold abwehren,
David Linke ( ganz rechts ) kam aber rechtzeitig, den Abpraller einzunetzen.


 


Schwerstarbeit im letzten Spiel noch einmal für Torhüter Richie Steinbach.
Hier kann er einen Eckball entschärfen.


 
Text/Fotos :
bsn
Bernd Schneider

   
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