BEIM ZEHNTEN ANLAUF KLAPPT ES

VfR Bad Lobenstein - FC Saalfeld 4:0 (3:0)

 
"Statistiken kann man auch ändern" hatte VfR - Angreifer Oliver Hölzel schon vor dem Anpfiff kund getan und damit den Willen seiner Mannschaft klar formuliert, nach insgesamt 9 sieglosen Spielen gegen den FC Saalfeld den ersten Dreier gegen die Saalestädter holen zu wollen. Und dies schaffte die Becker - Mannschaft in beeindrucktender Weise.
 
Dabei konnte der Trainer des VfR bei der Rückkehr ins heimische Wohnzimmer "Koseltal" die gleiche Elf auf das Spielfeld schicken wie in der Vorwoche beim Sieg in Jena-Zwätzen. Seinem Gegenüber Thomas Giering fehlten da schon mit dem gelb-rot gesperrten Patrick Hook und der an einer Zerrung laborierenden Stammkeeper Tobias Jockiel zwei wichtige Säulen. Doch seine Motivation an die Mannschaft war auch klar formuliert : "Wer hier im Koseltal keine Lust auf Fußball hat, dem ist auch nicht zu helfen !".
 
Da somit beide Mannschaft Lust auf einen Sieg hatten, entwickelte sich gleich ein offenes Spiel. Hölzel selbst tauchte schon nach 3 Minuten vor dem A-Junioren Keeper des FC, Moritz Ruckert, auf und sorgte für eine erste Konfusion im Strafraum. Die Saalfelder ließen sich aber nicht in eine Umklammerung nehmen, störten früh und suchten ihrerseits  den Weg in Richtung VfR - Kasten. Dieses auf-und ab wurde nach 18 Minuten unterbrochen, als Hölzels Anspiel abgefangen wurden. Markus Baer sprang in dieses Leder und bediente den von rechts kommenden Kevin Hammerschmidt, der die zweite Welle mit der Führung abschloss. Das war natürlich das Wasser auf dem Mühlrad, was der VfR brauchte. Doch Saalfeld arbeitete weiter nach vorn, suchte immer wieder Ravis Vitolnieks, mit 10 Toren aktuell bester FC-Schütze. Doch Martin Wirth und Niko Schröder im Verbund, bremsten den lettischen Stürmer immer wieder aus. Dafür suchte der VfR immer wieder freie Räume, die zunehmend größer wurden. Sebastian Tens schickte so Sebastian Mai auf Reisen, Ruckert ahnte aber den Braten und konnte im Herauslaufen klären (23.). Beim nächsten Überfall war er aber erneut nur der zweite Sieger, denn Hammerschmidt nutzte den Pass von Hölzel gnadenlos aus (31.). Und als sich die 150 Zuschauer schon auf die Pausenersorgung einstellen wollten, wackelte das Koseltal ein drittes Mal. In der Nachspielzeit drehte Martin Wirth einen Mai-Eckball volley in die Maschen (45.+2.).
 
Das dieses Tor schon die Vorendscheidung gewesen war, konnte man spätestens nach einer Stunde Spielzeit konstatieren. Den Gästen fiel für die Offensive nicht mehr viel ein, lediglich Edgars Omeljanenko tauchte noch einmal vor Richie Steinbach auf, verfehlte aber knapp den Kasten (55.). In der nächsten Viertelstunde welchselten beide Mannschaften komplett ihre Bänke durch, so daß auch hier nichts Erwähnenswertes geschah. Aber einer dieser sechs Wechsler hatte noch einen guten Riecher : Victor Ernst erkannte im Mittelkreis genau die Lücke und schickte Sebastian Mai. Seinen Ausflug krönte er mit dem unerwarteten und wohl auch zu hohem Endergebis von 4 : 0 (84.). Der Bock war damit umgestoßen.
 


 
Im Mittelfeld wurde in diesem Spiel viel gearbeitet. Hier lässt Edgars Omeljanekno (rechts) den
VfR Kapitän Janek Köcher über die Klinge springen.

 


Viele kurze Doppelpässe halfen dem VfR Mittelfeld, sich immer wieder aus der Umklammerung zu lösen.
Marco Narr (Nr.11) und Markus Baer (beide in gelb) bedienen sich so für ein schnelles Umschaltspiel.

 


Doppelpacker Kevin Hammerschmidt (links) arbeitete auch immer wieder mit Pressingaktionen am
Ballgewinn. Hier stellt er sich gegen Saalfelds Kapitän Marvin Brehm.


 
Text / Foto :
bsn
Bernd Schneider

Homepage des VfR Bad Lobenstein

   
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