DER VfR VERLÄUFT SICH AN DER RODA

FSV Grün Weiß Stadtroda - VfR Bad Lobenstein 2 : 0 ( 1 : 0 )


Orientierungslos präsentierten sich die Koseltaler in ihrem vorletzten Auswärtsspiel beim FSV Grün Weiß Stadtroda. So verlief sich der VfR ein um das andere Mal im Gestrüpp der Abwehr der Hausherren und keiner der Spieler fand einen Weg ins Licht.  Dabei sah die Anfangs-Viertelstunde gar nicht so schlecht aus. Schnelle Ballpassagen über die Außenbahnen brachten einige brenzliche Situationen für die Rodsche Abwehr. Auch hatte man den Eindruck, dass beim Pressing die Grün-Weißen Probleme bekamen. Doch führte eine eher ungefährliche Flanke des FSV zur Führung. Richie Steinbach, in seinem 100. Punktspiel für die Koseltaler, pflügte sich das Leder nicht herunter, sondern machte mit einer Hand den Ball wieder scharf, den Robin Gerdemann mit einem Schuss ins lange Eck zum 1 : 0 nutzte. Ab diesem Zeitpunkt begann dann auch das unkoordnierte Schwimmen der Gäste. Die Zahl an An- und Abspielfehlern in der Vorwärtsbewegung bekommt man sonst nicht in zwei Spielen hin. Die Stadtrodaer brauchten sich zunächst nur auf das Verdichten ihrer zentralen Zone einzustellen, über die Außen räumten Pascal Wollnitzke und Andreas Kittner alles andere humorlos ab. Dafür deuteten die Schütztlinge von Steffen Richter bei den nun häufigeren Kontern an, dass sie das zweite Tor haben wollten. Beim VfR brachte man nur noch drei Aktionen aus der Ferne zu stande, die Oliver Hölzel (27.), Markus Baer (31.) und Kevin Hammerschmidt (35.) abgaben.
 
Hoffung hatte man dann auf Koseltaler Seite mit der Herreinnahme von Victor Ernst zur Pause, der in der Spitze das Fehlen von Sebastian Mai ausgleichen sollte. Doch wurde der junge Stürmer sträflich allein gelassen, weil sich die Mannschaft weiter im Klein-Klein verrannte, keinen Plan hatte, den Riegel der Grün-Weißen zu knacken und auch nicht den einfachen Weg in den Strafraum suchte. Die Stadtrodaer konnten so genüsslich dieses Anrennen immer wieder unterbinden und selbst zu Angriffen ausschwärmen. Nur noch zweimal blitzte das VfR Können nach dem Wechsel auf. Über drei Stationen konnte sich die Mannschaft in die Box durchspielen. Der aufmerksame Yannik Kössler in FSV Tor war aber hier einen Schritt schneller als Hölzel (76.) und zeigte wenig später seine Klasse bei einem Schuss von Baer, den er aus dem Eck hechtete (80.). In diese aufgerückte Situation fuhr Stadtroda dann den entscheidenden Konter, den Felix Mohorn nur noch über die Linie drückten musste (81.). So fing sich der VfR die verdiente dritte Saisonniederlage ein und blieb nach 51 Wochen und den in dieser Zeit absolvierten 38 Spielen einschließlich Test-und Pokalspielen erstmals wieder ohne eigenen Torerfolg.
 

 
Bedrängt von zwei Grün-Weißen hat Tim Gössinger (Mitte) alle Mühe, ein schwaches Zuspiel unter
Kontrolle zu bringen.  Zu hauff führte dies in Stadtroda beim VfR Bad Lobenstein zu Ballverlusten.

 


 
Keine Ruhe bei der Ballannahme hatte Marcus Richter (in Gelb). Immer wieder waren die
Stadtrodaer Spieler, wie hier Marian Rennert, zum Stören am Mann.
 
Text/Fotos :
 
bsn
Bernd Schneider

   
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