VICTOR ERNST MACHT ERNST

VfR Bad Lobenstein - SV Germania Ilmenau 3:0 (2:0)


Wenige Tage nach seinem 19. Geburtstag lief das Koseltaler Sturm-Juwel Victor Ernst zu ganz großer Form auf und bescherte seinen Koseltalern mit einem Dreier-Pack den erwarteten Pflichtsieg gegen das Tabellen-Schlußlicht Germania Ilmenau.  Das von allen erwartete Feuerwerk blieb zum Einheitsfeiertag allerdings aus. Denn das Nachholespiel des 1. Spieltages stand bei den Hausherren dann doch unter einer anderen Prämisse : Mit Blick auf das weit aus schwerere Auswärtsspiel am Samstag in Zeulenroda innerhalb der für den VfR englischen Woche schmiss Co-Trainer Martin Müller, der den im Urlaub befindlichen Trainer Heiko Becker vertrat, die Rotationsmaschnine an. Kevin Hammerschmidt und Markus Baer nahmen zunächst auf der Bank Platz, dafür rückten Grzegorz Grochowski und Victor Ernst in die Startelf. Und man merkte schnell, daß die Hausherren das Spiel auch sofort entscheiden wollten.
 
Vitor Ernst nutzte dabei genüsslich seinen Freiraum, weil sich die Konzentration der Germanen in der Abwehr hauptsächlich auf die Gefahrenherde Sebastian Mai und Oliver Hölzel beschränkten. So wurde Ernst bereits bei seinem ersten Anspiel am Strafraum gelegt (3.). Wenig später war er einen Tick schneller als sein Gegenspieler. Sebastian Tens hatte Maik Rzoska über die linke Außenbahn geschickt, in die Flanke spitzelte Ernst und traf zur Führung (9.). Weiter ging es mit der Ernst-Show, denn nur zwei Minuten später wurde er im Strafram gestoßen und fiel (11.). Der Pfiff blieb allerding aus. So erlief er sich ein Tens-Zuspiel und schob den Ball an Awira im Ilmenauer Tor vorbei ins Netz (17.). Die Germanen reagierten nun ihrerseits, zogen ihre beiden Ketten noch mehr nach hinten und brachten mit Udeh einen frischen Mann für Koschinski, der Ernst nie halten konnte (26.). Für den VfR wurde dies nun merklich schwerer, hinter die Abwehrreihen zu kommen. Und wenn dies gelang, verzogen Mai (32.) und Grochowski (36.) deutlich und blieb Tim Gössinger am langen Pfosten am immer stärker werdenden Awira hängen (42.). Leider kannte das Spiel nur eine Richtung, VfR-Keeper Steinbach war in der ersten Hälfte beschäftigungslos.
 
Die Koseltaler schienen mit dem Zwischenstand zufrieden zu sein, denn auch nach dem Wechsel wirkten die Aktionen wie in einem lockeren Trainingsspiel. Die Gäste forderten die VfR Abwehr kaum bis überhaupt nicht, kamen erst nach 78 Minuten zu ihrem ersten und einzigen Eckball, der kurz gespielt, als Flanke allerdings auf der Querlatte landete. Da stand es aber schon 3:0, denn Victor Ernst machte noch einmal Ernst, staubte nach einem abgewehrten Scharfschuss von Mai zum Endstand ab (74.). Weitere gute Chancen nutzte der VfR nicht, weil die Mannschaft letztendlich dann zu verspielt war und der direkte Zug zum Tor verloren ging. So bleibt für das Zeulenroda Spiel die Hoffnung, genügend Kraft gespart und keine Verletzungen und Karten eingesammelt zu haben. Damit dann nicht nur ein Spieler, sondern deren elf Ernst machen.
 

 

Ilmenaus Torhüter Sadik Awira konnte einen Schuss nicht festhalten, der Ball prallte ab.
Victor Ernst (links) setzte sofort nach, um die Gefahr für das Gästetor hochzuhalten.

 


Spieles des Tages war ohne Zweifel am Feiertag der VfR Youngster Victor Ernst. Er war mit seinen 3 Toren in
der Trefferstatstik der Alleinunterhalten. Hier zieht er ab vor Ilmenaus Julius Jahn, der Ernst nicht hindern kann.


 
Text / Foto :
bsn
Bernd Schneider


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