Nix von wegen in Ilmenau ist der Himmel blau. Genauso wie das trübe Wetter war nach Spielschluss die Stimmung der Blau-Weißen. Hätte man doch soeben am 10. Spieltag den bis dahin punktlosen Ilmenauern den ersten Saisonsieg bereitet. Dabei begann alles, wie es sein sollte. Die Orlastädter übernahmen die Spielführung und drängten die Germania tief in die eigene Hälfte. Neustädter Torgelegenheiten kamen im Minutentakt und Ilmenau in der ersten Hälfte nur ganze zweimal in Neustädter Strafraumnähe.

Wohl dem, der die geballte Erfahrung von zusammen fast 500 Punktspielen mit nun 325 Treffern in seinem Sturm aufstellen kann. VfR - Trainer Heiko Becker sah am Samstag, dass sein Duo Infernale mit Sebastian Mai und David Linke wieder zu alter Klasse findet.  Diese beiden und eine wiederum starke Vertretung zwischen den Pfosten mit Steven Kessel machte den Unterschied beim Sieg gegen die "Möhre" aus Stadtroda aus.

Am 9. Spieltag der 11Teamsports Landesklasse 1empfing der Tabellenachte SV "Blau-Weiß´90 Neustadt (Orla) e.V. als Gastgeber den Tabellennachbarn (7.) die SG FC Motor Zeulenroda. Für beide Teams ging es darum, mit einem möglichen Sieg Anschluss an das obere Drittel herzustellen. Die Orlastädter besaßen die erste Möglichkeit durch Szalek, dessen Schuss Kutzner im Nachfassen vereiteln konnte (6.). In der Folgezeit wurde die Begegnung von beiden Seiten sehr zerfahren geführt.

Einen Arbeitssieg bei den "Löwen" in Blankenhain holten die Koseltaler am Samstag und rückten mit dem nun zweiten Auswärtssieg auf Tabellenrang 3 vor. Dabei wuchs die Vertretung im Kasten des VfR zum eigentlichen Matchwinner auf.  Steven Kessel rückte für den rot-gesperrten Stammkeeper Richie Steinbach ins Tor und demonstrierte, dass er von seiner Reaktionsschnelligkeit nichts verlernt hat.

Am 9. Spieltag der 11teamsports Landesklasse kommt es am Samstag um 14.00 Uhr zum Ostthüringenderby. Mit dem FC Motor Zeulenroda kommt es am 9. Spieltag auf der „Roten Erde“ zum Ewigen Duell der Tabellennachbarn. Der Achte (11 Punkte, 18:18 Tore) ist Gastgeber für den Siebten (12 Punkte, 11:9 Tore). Die Blau-Weißen sind für die Karpfenpfeifer bisher kein gutes Pflaster gewesen.

Nach der mageren Vorstellung des Samstags gegen den Vorletzten Schott Jena II entfernen sich die Koseltaler immer weiter von den selbst gesetzten Hoffnungen, die sie nach dem tollen Fußball, den sie im Sommer spielten, doch haben durften. So ist die gute Frühform mittlerweile der alltäglichen Maloche gewichen. Gewarnt war der VfR, denn das 3 : 3 der Schottianer gegen Saalfeld war kein Zufallsprodukt.

Die letzten Begegnungen knabberten am Selbstvertrauen der Orlastädter. Eine Vielzahl persönlicher Fehler führten zu Gegentreffern und 14 Gegentore in 3 Begegnungen waren einfach zu viel. Dieses gab es vor allem abzustellen. Hinzukommend wollte man gegen eine spielstarke, mannschaftlich geschlossene Mannschaft vor allem kämpferisch dagegen halten.

Am 8. Spieltag muss der Blau-Weiße Express auf Reisen gehen. Die Reise geht in den Norden Geras in den Stadtteil Roschütz. Der SV Roschütz hat nach seinem Abstieg aus der Landesklasse 2016 eine zweijährige „Ehrenrunde“ in der Kreisoberliga Ostthüringen gezogen. Im ersten Kreisoberligajahr mussten sich die Randgeraer noch dem damaligen souveränen Aufsteiger Westvororte beugen.

Sichtlich zerknirscht wirkte nach dem Schlußpfiff des Achtelfinales der VfR Coach Heiko Becker. Zum einen, weil es seine Koseltaler nicht fertig brachten, ein überlegen geführtes Spiel auch zu gewinnen, zum anderen über die mehr als harte Gangart des Verbandsligisten Bad Langensalza, die ihm nun mit Markus Baer und Niko Schröder neben den schon verletzten Janek Köcher zwei weitere Verletzte bescherte.

Am Ende war alles so wie es vorher gedacht war und der Favorit setzt sich durch. Der zwei Klassen höher angesiedelte Oberligavertreter aus Rudolstadt hatten ebenso wie die Blau-Weißen aus der Orlastadt ihre eigenen Besetzungsprobleme. Regisseur der Gäste Marco Riemer wurde auf Grund von Verletzungsproblemen geschont, so wie beim Gastgeber gleich 3 enorm wichtige Stammspieler kartenmäßig gesperrt waren.

   
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