Während das Finalspiel der UEFA Champions League zwischen Tottenham Hotspur und dem FC Liverpool außer einer (zugegebenermaßen optisch ansprechenden) Flitzerin nicht viel zu bieten hatte, ging es am Pfingstsonntag im kleinen Champions League Finale heiß her. „Road to 'Biemerschdorf'“ hieß seit Saisonbeginn die Devise der Kicker um Benjamin Klose, der die Geschicke der zweiten Männermannschaft des SV Blau-Weiß als Trainer leitet und im Gegensatz zu seinem Kollegen Jürgen Klopp, der vor Wochenfrist lediglich den Trainingsanzug im Gepäck hatte, im feinsten Zwirn an der Seitenlinie stand.

Bestes Wetter und 30 Liter Freibier gesponsert von Christian Kolbe lockten zahlreiche Heim- und Gästefans in die Wetterkreuzarena und bildeten damit einen würdigen Saisonausklang. Das Spiel war aufgrund der kräftezehrenden Saison und den hohen Temparaturen nicht besonders temporeich. Die Gäste aus Görkwitz versuchten aus einer gesicherten Abwehr heraus ihre Offensivabteilung um Trötschel, Steinhäuser und Seidel einzusetzen.

Vor 80 Zuschauern hatten die Gäste lange Zeit große Mühe, um sich mit Erfolg gegen die gut gestaffelte Abwehr der Görkwitzer durchzusetzen. Insbesondere Torwart S. Gallasch konnte sich mehrfach auszeichnen. Auch in Spielhälfte zwei das gleiche Bild, erst in der Schlussphase wurden die Angriffsbemühungen durch die Treffer Kessler und M. Kaiser belohnt. Insgesamt ein verdienter Sieg für die Spielgemeinschaft.

Die erste Hälfte bei sommerlichen Temperaturen gehörte ganz klar den Hausherren. Nach fünf Spielminuten wurde Hollmann an der Strafraumkante freigespielt. Sein Schuss fand aber nicht den Weg ins Tor. Kurz darauf brach Feistel über rechts durch und zog aus gut 20 m einfach mal ab. Tannas Torwart war eigentlich schon geschlagen, jedoch strich der Ball auch ganz knapp am langen Pfosten vorbei ins Toraus.

Im letzten Heimspiel der Saison erwarteten die Gastgeber einen Meisterschaftskandidaten. Dieser hatte zwar genügend Chancen, aber viele vergab oder bei Torwart Lautenschläger war dann Endstation. Somit blieb die Partie bis zum Schluss offen. Ein Solo von der Mittellinie ab vollendete Spranger ins kurze Eck, Kessler traf kurz vor dem Halbzeitpfiff. Nach der Pause trat auch Lössau öfters durch Konter in Erscheinung.

Nach einer kurzen Abtastphase übernahmen die Oschitzer die Initiative und gingen durch einen verwandelten Foulelfmeter durch Stüwer in der 5. Spielminute in Führung. Im Anschluss kamen die Görkwitzer besser in Spiel und konnten durch Eichelkraut in der 21. Minute ausgleichen. Anschließend sahen die 93 Zuschauer eine ausgeglichene erste Halbzeit, wobei die SG Bergland kurz vor der Halbzeit erneut durch einen verwandelten Foulelfmeter von Stüwer mit 2:1 in Führung gehen konnte.

Das Spiel nahm von Beginn an Fahrt auf, beide Mannschaften spielten mit offenem Visier. Die Hausherren gingen nach einem äußerst sehenswerten Schuss durch Frommhold direkt nach zwei Minuten in Führung. Die Antwort der Gäste ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Weitere zwei Minuten später glichen diese durch Kaiser aus. In der ersten Hälfte entwickelte daraufhin ein munteres Spiel mit weiteren guten Chancen auf beiden Seiten, wobei sich die Gäste als effektiver erwiesen.

Zollgrün machte den favorisierten Oschitzern das Siegen schwer. Erst mit dem Doppelschlag in der 22. und 24. Minute verschafften sich die Bergländer etwas Luft. Aber die Hausherren gaben nicht auf und kamen in der 35.Minute durch Brandenberger zum verdienten Anschlusstreffer. Erst in den Schlussminuten machten die Gäste den Sieg endgültig perfekt.

Über 20 Minuten erwiesen sich die Zollgrüner als ein gleichwertiger Gegner. Doch nach dem dreifachen Torerfolg der Görkwitzer unmittelbar vor der Pause verfiel der Tabellenletzte in alte Fehler. Das sorglose Abwehrverhalten und zahlreiche Fehler begünstigten die Treffer der Gäste. Am Ende musste die LSV-Kicker noch froh sein, dass das Ergebnis nicht noch höher ausfiel.

Das Spitzenspiel entschieden die Gäste verdient für sich und brachten den Chemikern die erste Heimniederlage dieser Saison bei. In der ersten Halbzeit hatte Tanna mehr vom Spiel und hätte bei cleverer Chancenverwertung durchaus mit zwei-drei Toren führen können. Weigelt im Triptiser Tor verhinderte mit zwei guten Paraden vorerst den Rückstand. Die Hausherren mit nur einem Torschuss eher ungefährlich im ersten Durchgang.

   
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